ForkLift habe ich schon sehr lange im Einsatz. Ich nutze die App für FTP-Verbindungen und Kopierjobs, da es deutlich einfacher funktioniert als mit dem Finder. Dennoch kann ForkLift 3 deutlich mehr und ist damit der Total Commander für den Mac. Für mein Review hat mir binarynights eine Not-For-Resale (NFR)-Lizenz zur Verfügung gestellt.

Bis zum 9. Juni 2018 gewährt euch binarynights mit dem Code IDOMIX 50% Rabatt beim Kauf von ForkLift 3. Der Code ist auf alle Linzenzarten (Einzelnutzer-Lizenz, Familen-Lizenz, Kleinunternehmen-Lizenz) gültig und muss im checkout summary reingeschrieben werden, also dort, wo der genaue Preis mit Mehrwertsteuer steht. Der Preis kann/muss dann mit dem Code aktualisiert und halbiert werden.

Funktionen von ForkLift 3

Die Zweispaltenansicht in ForkLift 3 gefällt mir am Besten. Ob horizontal oder vertikal, es ist die effektivste Methode Daten zu kopieren, verschieben, vergleichen oder transferieren. Geht im Finder mit zwei Fenstern auch, mit Tabs eher unpraktisch. Wer kennt es nicht von Total Commander oder sogar noch von DOS Shell?

ForkLift 3 bietet grundsätzlich sämtliche Finder-Funktionen, die von Grund auf mit macOS kommen an. Damit lassen sich Inhalte komprimierter Dateien, wie im .zip oder .rar-Format, wie reguläre Ordner ansehen ohne diese vorher entpacken zu müssen. Somit ist auch die Schnellansicht möglich, direkt im ForkLift 3 Fenster.

Ebenfalls lassen sich mehrere Dateien gleichzeitig wesentlich umfangreicher als im Finder umbenennen. So kann ForkLift 3 auf Basis mehrerer Merkmale eine neue Bezeichnung sequentiell erstellen. Beispielsweise möchte ich von meiner Kamera die Bezeichnung IMG_ oder DSC_ immer umbenennen. Dabei ergänzend das Erstellungsdatum der Datei einfügen und die Nummerierung der Bilder von der Kamera beibehalten. Mit ForkLift 3 lässt sich das einfach bewerkstelligen und zusätzlich als Favorit speichern.

Versteckte Dateien können per Icon angezeigt oder ausgeblendet werden.

Synchronisation

Eine Funktion die ich nicht missen möchte, ist die Synchronisation. Hierbei erlaubt mir ForkLift 3 neben der bekannten Synchronisation lokaler Ordner zusätzlich, AFP, SMB und NFS Volumes, WebDAV, FTP/SFTP oder Ordner in der Cloud wie Amazon S3 und Google Drive zu synchronisieren. Hierbei ist die Quelle und das Ziel beliebig tauschbar und in kann Ein- oder Zweiweg-Richtung abgeglichen werden.

Obendrein lässt sich das ganze auch mit ForkLift Mini in der Menüleiste abrufen, ohne, dass ich ForkLift 3 dafür starten muss!

ForkLift Mini

In den Einstellungen von ForkLift 3 lässt sich ForkLift Mini aktivieren. Syncs können auch als Favoriten abgespeichert werden, die dann via ForkLift Mini erreichbar sind, wozu ForkLift nicht einmal laufen muss. Eine Synchronisation kann somit direkt mit ForkLift Mini gestartet werden.

Obendrein kann man Protokolle, die von Forklift unterstützt werden (z.B. SFTP, Amazon S3, etc), als Laufwerke mounten und dann die Dateien auf diesen fernen Geräten genauso bearbeiten als wären sie auf dem lokalen Gerät. Viele Programme wie z.B. mit TextEdit unterstützen die Arbeit auf fernen Geräten nicht, werden aber diese Geräte gemountet, kann man auch diese Programme verwenden.

Forklift Mini kann auch als Droplet genutzt werden. Dateien in das gespeicherte Droplet in der macOS Menüleiste von ForkLift Mini ziehen und vollautomatisch werden diese ans Ziel kopiert.

Seitenleiste

Die Darstellung von Freigaben in der Seitenleiste wurde überarbeitet, wodurch sie deutlich übersichtlicher wurde. So werden NAS-Geräte und die dazugehörigen Freigaben in der Seitenleiste in Verzeichnisstruktur dargestellt. Damit kann ganz genau nachvollzogen werden,  mit welcher Freigabe man arbeitet, auch wenn man gleichzeitig mit mehreren NAS-Geräten und mit mehreren gleichnamigen Freigaben (wie z.B. Backup) verbunden ist.

In älteren Versionen waren diese untereinander aufgelistet und man wusste nicht genau um welche Freigabe es sich handelt. In Finder sieht man nur den Namen des Gerätes unter Freigaben, die darunter stehenden Freigaben (Ordner) werden gar nicht gezeigt. Nach der Verbindung zu NAS-Geräten kann man selbstredend alle Befehle durchführen, die in ForkLift zu finden sind.

Unterschied zu ForkLift 2

Forklift 3 ist wesentlich schneller als Forklift 2, Geschwindigkeit ist ein Schwerpunkt in deren Entwicklung. Hier ist etwas aus dem dazugehörigen Changelog:

o Deutlich schnellere Ordnernavigation
o Geschwindigkeitsverbesserung von lokalen Transfers
o Erhöhung von simultanem SFTP-Transfer
o Deutlich schnellere Darstellung von Thumbnails im Iconview
o Performanceverbesserung beim ziehen tausender Dateien von der Quelle zum Ziel

Zudem kommen Funktionen wie ForkLift Mini und der DarkMode hinzu.