Für wen lohnen  sich Seagate Enterprise NAS Festplatten und welche Technik kommt zum Einsatz?

Laut Seagate sind die Enterprise NAS Festplatten für Gehäuse von 1 bis 16 Laufwerksschächten geeignet. Mit fünf Jahren Garantie und für den Dauereinsatz vorgesehen, ein Dauerläufer auf dem Blatt Papier.

Seagate Enterprise NAS HDD

Wenn im Marketing von Enterprise gesprochen wird, zielt es auf Leistung ab. Nicht nur 7.200 u/Min. erwarte ich von der Spindelgeschwindigkeit, sondern auch NAS-optimierte Firmware.

All das bietet die Seagate Enterprise NAS und ist zusätzlich mit RV-Sensoren ausgestattet. Der Hintergrund für RV-Sensoren (Rotational Vibration) ist, dass Enterprise-Festplatten häufig in großer Anzahl in Rackschränken zum Einsatz kommen. Jedes Laufwerk wird somit aller Wahrscheinlichkeit nach ein Nachbarlaufwerk haben. Die Spindelmotoren der HDDs produzieren eine minimale Unwucht, was produktionstechnisch nicht zu verhindern ist. Das führt zu minimalen Vibrationen in der Drehrichtung des Laufwerks, was Störungen verursachen kann und bei mehreren Laufwerken nebeneinander verstärkend wirkt. Der RV-Sensor kann solche Störungen erkennen und korrigieren, so dass die Dauerleistung der Enterprise-Festplatten nicht beeinflußt wird.

Die Zuverlässigkeit ist mit 1,2 Millionen Stunden MTBF von Seagate angegeben. Auf eine Scheibe passen 1,33 TB, was den Einsatz von weniger Plattern bei einigen Modellen möglich macht.

Welche soll es sein?

Die Entscheidung ob tatsächlich die Enterprise-Serie eingesetzt wird, hängt meiner Ansicht nach Anspruch und vom Portmonee ab. Der höhere Anschaffungspreis und die Mehrkosten an Strom sind dem Leistungsgewinn gegenüberzustellen. Zudem spielt das eingesetzte NAS und dessen Geschwindigkeit eine erhebliche Rolle.

Im vermeintlichen Geschwindigkeitsvorteil sehe ich keinen Vorteil im Heimgebrauch. Selbst bei einer Link-Aggregation ist der Flaschenhals noch immer der Computer, der Daten auf das NAS speichert oder davon lesen will. Im Idealfall mit ebensolcher Link-Aggregation würden maximal 250 MB/Sek. übertragen werden können. Das stößt schon an die Grenzen des NAS-Systems selbst.

Selbst bei einem 8-Bay-NAS halte ich 2 SSD als Cache für sinnvoller investiert. Ausgenommen davon sind NAS-Systeme im Rechenzentrumseinsatz.

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