Einleitend kurz wie ich mein Netzwerk aufgebaut hatte, bevor ich auf die UniFi-Serie von Ubiquiti umgestiegen bin.

Vor der Umstellung

Zuerst war immer eine FRITZ!Box 7390, später 7490 als Router, VDSL-Modem für den 50 Mbit-Anschluss der Telekom und als Telefonanlage sowie DECT-Basisstation. Finde ich prinzipiell genial, da ein Gerät wenig Strom verbraucht und so viel bietet.

Jedoch ist das immer ein Kompromiss, denn auch bei 200€ Anschaffungspreis muss der Hersteller an Material und Investition von Forschung sparen, um Gewinnmargen zu erzielen. Schließlich ist der Markt hart umkämpft und die Provider bieten immer noch zu attraktiven Preisen eigene All-IP-Geräte an.

Im Netzwerk selbst war hinter der FRITZ!Box lange Zeit ein Small Business Switch von Cisco, sogar Level 3, was absolut unnötig war. Der SG300-10 hat einen hervorragenden Job gemacht, wenngleich die Konfiguration nicht unbedingt für Anfänger geeignet ist.

Der Umstieg

Nachdem die 10 Ports zu wenig wurden, musste ein neuer Switch her und meine Wahl fiel auf die Web Smart Switch Serie von Netgear, welche ich in einem eigenen Beitrag ausführlich erwähne. Für einen angemessenen Preis bekommt man hier deutlich mehr Leistung als von den Consumer-Geräten. Wohl ein Zwischending, was durchaus seine Daseinsberechtigung hat.War ich unzufrieden? Prinzipiell nein, mein Netzwerk war gut aufgestellt und funktionierte wohl besser als manch anderes mit Consumer-Switches oder anderen Bastelein. Was mich störte war das WiFi. Die FRITZ!Box bot noch das wohl beste WiFi. Jedoch verbanden sich die Geräte nicht automatisch mit dem schnellen 5 GHz-Netzwerk. Somit war die Trennung von 2,4 und 5 GHZ-Band nötig. Damit kam das Problem, ich musste jedesmal auswählen, welches Band ich möchte.

WiFi-Probleme

Apple iOS-Geräte suchen zuerst nach 2,4 und dann 5 GHZ-Netzwerken. Das dauert entsprechend lang und kann schon mal so richtig nerven. Zudem war es von Zeit zu Zeit nötig, die FRITZ!Box neu zu starten, da ein Verbindungsaufbau mal wieder nicht möglich war oder einfach nichts funktionierte. Meistens übrigens abends im Bett, wenn nochmal kurz Netflix geschaut werden wollte.

Die UniFi-Wahl

Der Aufbau meines neuen Netzwerks sollte mit den UniFi-Produkten von Ubiquiti stattfinden. Leier nicht für den deutschen Markt optimiert, also sind ein paar Hürden zu nehmen, was z. B. IP-Telefonie betrifft. Genaues Vorgehen habe ich in entsprechenden Beiträgen formuliert.

Der Aufbau

Als Modem kommt der DrayTek Vigor 130 zum Einsatz. Nach langer Recherche ist das wohl eins der Top-VDSL-Modems mit Vectoring-Support. Die Einrichtung erfolgt einfach, ich habe es im Video gezeigt. Ein LAN-Kabel geht vom Vigor zum UniFi Security Gateway. Das USG baut in meinem Fall die Internetverbindung auf, der Vigor hat eine feste IP und DHCP ist deaktiviert.Alle verlegten Kabel im Haus gehen übrigens auf das im eigenen Beitrag gezeigte Patchpanel. Vom Patchfeld gehen die Kabel entsprechend in den UniFi Switch. Dieser versorgt Kameras und Access Points mit Strom und stellt Link Aggregation für die DiskStation bereit.

Um nicht durch die Hauswand bohren zu müssen und womöglich Dämmung zu beschädigen, wird via FRITZ!PowerLine der Netgear PoE-Switch im Aussenbereich angebunden. Dieser versorgt die Aussenkameras mit Strom. Da die PowerLine-Steckdosen unmittelbar nah zusammen (innen / aussen) eingesteckt sind, ist die Übertragung störungsfrei und schnell genug möglich.

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