Mit der DS620slim bin ich auf Reisen unterwegs und in Hotelnetzwerken klappt zwar der Zugriff via QuickConnect, jedoch scheitert es meist am Captive Portal. Was also ist die Lösung, wenn wir zu zweit mit drei Laptops, zwei iPhones und der DS620slim sicher arbeiten wollen? Ein eigenes Netzwerk und ein eigener Router muss her. Bei meiner Recherche bin ich schnell auf den GL-iNet Slate, in korrekter Bezeichnung GL-AR750S-Ext, gestoßen. Hierbei handelt es sich um einen sehr kompakten und extrem leistungsfähigen Router für die Reise. Dabei nimmt er im Handgepäck nicht mehr Platz weg, als ein herkömmliches Smartphone. 

Die Technik

Zunächst war ich skeptisch, ob in einem solch kleinen Gerät tatsächlich all das funktioniert, was vom Hersteller beworben wird. Auch ich nutze die Zeit und schaue mir Kollegen an, was die darüber berichten. Ausschließlich englische Videos waren verfügbar und jeder spricht in seiner Weise begeistert vom GL-iNet Slate.

Somit war klar, ich muss das Gerät ausprobieren. Drei Gigabit-Ethernet-Ports, einer davon für den Zugang zum Internet. Sollte man es so wollen, vorausgesetzt. Einen USB-Port hat der Slate und daran kann ich einen LTE-/3G-Stick oder ein Gerät mit Internet-Tethering anschließen. Folglich mehrere Möglichkeiten, online zu gehen. Auch als Access Point oder WiFi-Repeater arbeitet der GL-iNet Slate, klingt nach einer Eier legenden Wollmilchsau. Zudem wird der Slate mit Micro-USB per Strom versorgt, das mitgelieferte Netzteil werde ich nie brauchen. Aufgrund der geringen Leistungsaufnahme ist der Betrieb über eine Powerbank, je nach Kapazität, über viele Stunden möglich. Hotels schalten gerne den Strom ab, wenn niemand im Zimmer ist.

Noch mehr technisches

Weiter geht es mit dem WiFi. Einerseits im 2,4G Bereich mit 300 Mbps unterwegs und im 5G Bereich mit 433Mbps. Einzig die automatische Auswahl des WiFi-Bandes erfolgt nicht durch den Slate. Es werden grundsätzlich zwei Netzwerke für je 2,4G und 5G angezeigt. Zusätzlich noch jeweils ein Gastnetzwerk, falls gewünscht. Doch zu den für mich wichtigsten Features zählt der OpenVPN-Client des Slate und Cloudflare DNS über TLS, was DNS Angriffe über eine Man-in-the-middle Attacke erfolgen kann, ausschließt. In der Summe baut der Slate eine OpenVPN Verbindung zu meiner DiskStation zu Hause auf und alle Clients surfen über eine sichere Verbindung. 

Angebot
GL.iNet GL-AR750S-Ext Gigabit Travel AC Router (Slate), 300Mbps(2.4G)+433Mbps(5G) Wi-Fi, 128MB RAM, 128MB NAND Flash, MicroSD Storage Support, OpenWrt/LEDE pre-Installed, Cables Included
  • DUAL BAND AC ROUTER: Simultaneous dual band with wireless speed 300Mbps(2.4G)+433Mbps(5G). Convert a public network(wired/wireless) to a private Wi-Fi for secure surfing.
  • OPEN SOURCE & PROGRAMMABLE: OpenWrt/LEDE pre-installed, backed by software repository.

Der kleine Unterschied

Auch wenn die technischen Vorzüge eines Hosentaschenrouters verlockend klingen, so sind es die kleinen Dinge, welche die Faszination bei mir ausmachen. Schließlich kommt der GL-iNet Slate, mit korrekter Bezeichnet GL-AR750S, mit einer kinderleichten Benutzeroberfläche in deutscher Sprache daher. Dazu noch ein sehr einfaches Look & Feel, welches auch ungeübte Anwender sicher zum Ziel führt. Ergänzend für ambitionierte Nutzer stehen die erweiterten Einstellungen zur Verfügung. Es kann so gut wie alles eingestellt werden, was man sich wünscht. Und dabei passt der Slate noch immer in die Hosentasche.

Was will man mehr?

Letztendlich bleiben bei mir keine Wünsche offen. Der kleine Schieberegler auf der Seite, baut eine OpenVPN Verbindung auf und die SD-Karte nutze ich dank DiskStation nicht. Geschwindigkeitstechnisch bin ich absolut zufrieden, die Einschränkung für mich war meist das Hotel WiFi. Jedoch war auch meine Leitung bei einem 100Mbit Downstream zu Hause einfach zu langsam. Dienste wie die 25 und mehr auf der Webseite des Herstellers aufgeführten VPNs benötige ich nicht. Für die Reise oder überhaupt unterwegs, ein idealer Begleiter. Der ein oder andere wird sicher einen völlig anderen Anwendungszweck sehen und für das Geld, kann man nicht viel falsch machen. Zuletzt bin ich froh, dass die YouTube Videos über den Slate der Wahrheit entsprochen haben. Persönlich war ich sogar noch ein wenig positiver überrascht, als mancher Zeitgenosse online.