Wie schlägst sich das preislich attraktive xmartO kabellose Funk Überwachungssystem im 24/7-Einsatz in einem Restaurant? Zunächst scheint es verwirrend, setzte ich die Jahre doch auf Synology und die Surveillance Station. Doch nicht jeder benötigt die Funktionen eines NAS und zudem spielt der Preis eine Rolle.

Der Einsatz

Bei meinem Freund Toni vom Ristorante Paladino wurde häufig schon eingebrochen, vor einigen Wochen das letzte Mal. Mechanische und weitere Sicherungsmaßnahmen hielten zwar Stand, Schaden entsteht trotzdem. Die bisherige Kamera sollte ersetzt werden, da nicht alles abgedeckt wurde.

Dass eine DiskStation nicht in Frage kommt, war mir fast klar. Der Preis hierfür hat abgeschreckt. Gleiches galt für das NVR von Synology, kalkuliert mit zusätzlichen Kameras, das wird nichts. Auf der Suche nach einem potentiellen System ist die Auswahl groß.

Die Anforderung

Ganz oben steht der Preis, es soll sich im Rahmen bewegen, denn schließlich sind andere Sicherungsmaßnahmen vorhanden. Im Angebot für 330€ und noch eine Festplatte geht in Ordnung. Die Installation mache ich für Toni, dafür wurde ich zum Essen eingeladen. Kommt noch eine Festplatte hinzu, da nehmen wir die vom Mac Mini, der hat hier ja eine SSD bekommen.

Einfach muss es sein, Toni nutzt ein iPhone und Technik ist nicht seine Welt. Soweit als möglich sicher möchte ich es haben und unabhängig vom Restaurant WiFi. Letztendlich soll das System autonom und unabhängig arbeiten, zudem eine geringe Folgeadministration notwendig machen.

Obendrein einfach einzurichten, deutsche oder italienische Oberfläche haben und automatische Nachtsicht sowie Bewegungserkennung und Benachrichtigung auf dem Smartphone.

Angebot
xmartO WOS1384, kabellos Videoüberwachung System, Bewegungsmelder 8 Kanal 4x 960p Kamera HD Innen Außen IP funk WiFi wetterfest Nachtsicht 25m, Plug and Play, App
  • NVR mit integriertem Router. Mit integriertem Linux-OS, konnte NVR separat arbeiten. Die erste tatsächliche entsprechende drahtlose HD-NVR-System, sorgt eine stabile WLAN-Verbindung großer Reichweite. Behalten Sie Ihr Heim-WiFi-Bandbreite für Ihre TVs, Tablets und Telefone.
  • Starkes WiFi Signal. Die Abstände zwischen die Kamera und der NVR kann bis zu 300m in offener Raum und bis zu 70m mit Hindernis (z.B. Wand), erreichen.

Ignoriert die Bezeichnung Erweiterungs-Set! Es handelt sich um das hier gezeigte System, welches um weitere vier Kameras erweitert werden kann.

xmartO Technische Daten

Fündig geworden bin ich bei meinem bevorzugten Kaufhaus Amazon, habe allerdings auch Conrad ergänzend geprüft. Das doch sehr eigene Deutsch und die Bewertungen waren soweit okay, es kommt auf einen Versuch an. Schließlich kann ich es als Prime Kunde vier Wochen zurücksenden.

  • NVR-Router mit eigenem WiFi (wird nicht von anderen Geräten gefunden), maximal 8 Kameras
  • 4 Kameras mit 1280×960 px, 2 davon mit 4mm Weitwinkel und 2 mit 6 mm Weitwinkel
  • Kameras mit IR-LED bis 25m Nachtsicht & IP66 Wetterfest bei -20 bis 60 Grad
  • VGA & HDMI Ausgang bis 1080p
  • Bewegungserkennung mit Push und Mailbenachrichtigung, Bereichsauswahl möglich
  • Eigene Oberfläche in Deutsch (wenngleich die Übersetzung verbessert werden könnte)

Neben dem NVR werden die Kameras und Netzteile, ein LAN-Kabel, eine USB-Maus und ein Handbuch geliefert. Der Einbau einer Festplatte ist notwendig. Da wie erwähnt Kosten eine Rolle spielen, konnte ich keine spezielle NVR-HDD einbauen. Empfehlen würde ich es jedoch, es bieten sich die Seagate SkyHawk oder WD Purple an.

xmarto

Perfekt für die Verhältnisse waren 4mm und 6mm Weitwinkel. An zwei Stellen haben wir 4mm und mehr Raum benötigt, an den anderen beiden Stellen war es sinnvoll weiter sehen zu können um Details zu erkennen.

Einrichtung des xmartO

Vorher musste ich das System erst einmal selbst testen. Schließlich kann ich nicht in die Vollen gehen und auf Verdacht bei Toni etwas installieren. Ungewohnt für mich war die eigene Oberfläche. Deshalb versuchte ich es zunächst über die Weboberfläche via Browser einzurichten. Gar nicht nötig, mit der mitgelieferten Maus und einem Monitor geht es wesentlich einfacher.

xmarto

Tastatureingaben hat das System nicht genommen, ich dachte es lag an meinem Keyboard. Schließlich muss man erst einmal drauf kommen: Eine Softwaretastatur wird eingeblendet und ist via Maus zu bedienen. Geht klar, kenne ich ja vom Smartphone.

Nach wenigen Klicks war das System betriebsbereit. Die Kameras verbinden sich automatisch und für mich war lediglich die Uhrzeit sowie das Adminkennwort notwendig. Netzwerk ist via LAN angeschlossen und via Peer2Peer kann wenn gewünscht einfach zugegriffen werden. Alternativ per DynDNS und Portweiterleitungen.

P2P (Peer to Peer) Cloud

Die einfachste Einrichtung des autonomen Betriebs erfolgt über die xmartO Cloud. Was bedeutet das im Detail? Es müssen weder Portweiterleitungen noch Firewallanpassungen getätigt werden und es ist auch keine DynDNS Adresse notwendig.

Das System wird mit Strom versorgt und ist mit dem Internet verbunden. Danach wird der P2P Cloudserver kontaktiert und die dynamische Adresse wird gemeldet. Der Cloudserver sucht nach der der dynamischen und hilft dem xmartO NVR die NAT zu umgehen. Anschließend ist der Zugriff über das Internet problemlos möglich. Ähnliche Technik wird auch bei QuickConnect der DiskStation oder dem TeamViewer verwandt, beides Mal wird keine Portweiterleitung im Router benötigt. Der Dienst ist optional und deaktivierbar! Da Benutzername und Kennwort benötigt wird, kann kein Fremder oder der Hersteller auf das System zugreifen.

xmartO-Wallpixel
xmartO-Wallpixel
Entwickler: MINGCHUN HUANG
Preis: Kostenlos
xmartO WallPixel
xmartO WallPixel
Entwickler: xmartO
Preis: Kostenlos

Fazit

Im bisherigen Einsatz lief das System stabil. Kameras waren immer verbunden und via P2P ist die xmartO Überwachung über das Internet erreichbar. Da weitere Sicherungsmaßnahmen der Fall sind, war eine Störung des dedizierten Drahtlosnetzwerks der Kameras von Aussen nicht möglich. Zumindest nicht mit handelsüblichen Störsendern. Damit kann ich zum jetzigen Kenntnisstand das System empfehlen! Für 330€ zzgl. Festplatte bekomme ich genau, was ich bezahle. Da sehe ich persönlich auch über die fehlerhaften Übersetzungen hinweg, man weiß was gemeint ist. Allein vier Kameras kosten mich für meine Surveillance Station mehr, insofern habe ich für Toni alles richtig gemacht und ein gutes Gefühl dabei.

Über welche Produkte ich berichte, diese teste oder nicht, entscheide ich selbst. Für einen Testbericht bekomme ich kein Geld oder andere Gegenleistung vom Hersteller. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass ich über ein Produkt nicht berichte, obwohl ein Testgerät vorliegt.

Test- und Reviewexemplare bekomme ich in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Teilweise geschieht das auch vor offizieller Markteinführung. So kann ich den Testbericht zeitnah und rechtzeitig zur Veröffentlichung des Produkts bringen.

Vorserienmodelle werden von mir jedoch nicht getestet, da sie von der Verkaufsversion abweichen können. In einigen Fällen kaufe ich Produkte auf eigene Kosten, wenn diese bei mir zum produktiven Einsatz kommen oder weiter verkauft werden.

In der Regel sende ich Testgeräte nach Abschluss der Arbeiten an den Hersteller zurück. Die Ausnahme sind sogenannte Dauerleihstellungen: So habe ich zum Beispiel Rezensionsexemplare von Geräten, die ich über einen längeren Zeitraum nutzen und ausführlich prüfen darf. So kann beispielsweise ein Dauereinsatz im realen Umfeld genau geprüft werden, bevor ein Langzeiturteil fällt.

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