Die persönliche Schreibtisch Klimaanlage von evapolar kühlt die Luft exklusiv für mich. Klingt wie etwas was man nicht braucht, aber was kann die kleine Schreibtisch Klimaanlage überhaupt? Bringt das Gerät etwas und lohnt sich die Anschaffung?

So funktioniert es

Die kleine Schreibtisch Klimaanlage von evapolar kühlt keine Räume. Für einen Bereich von bis zu 3 qm wird nach dem Verdunstungsprinzip die Luft gekühlt. Dafür ist Wasser notwendig, was in einen kleinen Wassertank gefühlt werden muss. Das reicht dann für etwa 4 bis 6 Stunden Betriebszeit, je nachdem wie stark gekühlt werden muss.

Das Funktionsprinzip ist sehr einfach: Zunächst den abnehmbaren Wassertank befüllen und das Gerät anschließen. Innerhalb von 2-3 Minuten nimmt die Patrone eine Menge an Wasser auf. Das Wasser breitet sich dann gleichmäßig auf der Oberfläche des Kühlkissen aus. Wenn die Luft durch die Pads geht, verdunstet das Wasser, was die Luft abkühlt, während sie mit Wasser gesättigt wird. Der eingebaute Lüfter hilft der kühlen Luft sich auf der Fläche von 3-4 qm herum zu verbreiten. Die Leistungsregelung ermöglicht es, den Kühleffekt anzupassen.

Die kleine Klimaanlage arbeitet mit einem Netzteil und wird per USB zu Micro USB angeschlossen. Damit reicht die Leistung eines mobilen Akkus oder eines USB Mehrfachladegeräts völlig aus. Die Anwendung in einem Zelt wäre somit auch denkbar, ich beschränke mich auf den Einsatz im Studio und an meinem Büro zu Hause. Einzige Bedingung ist 5V und 2A, was theoretisch den Betrieb an einem USB-Solarladegerät erlaubt.

Temperaturreduzierung: 4-17ºC

Die ausgehende Luftstromtemperatur beträgt bis zu 17 ° C, je nach Luftfeuchtigkeit. Am besten arbeitet das Gerät bei trockenem und heißem Klima. Bei Luftfeuchtigkeit über 70% ist der Kühleffekt sehr gering. Auf der Webseite des Herstellers findet sich eine Tabelle, bei welcher Luftfeuchtigkeit und Temperatur welche Kühlleistung erbracht wird.

Spaßhalber habe ich eine Stunde das evapolar Kühlgerät in meinen Technikraum gestellt. Der UniFi 8-fach PoE-Switch, ohne eigene Kühlung hat hier eine Temperatur von 71 ° C. Nach einer Stunde hat sich dessen Temperatur auf 36 ° C verringert, dabei ist das evapolar bei voller Geschwindigkeit gelaufen. Die Festplatten der ebenfalls dort befindlichen DiskStation haben sich um 2 ° C abgekühlt. Was ein Nerd probieren muss, muss er eben probieren.

Der eingebaute Filter

Die Luft wird durch einen eingebauten Filter geleitet, Staub und Pollen bleiben damit im Gerät. Die Patrone muss alle 6-8 Monate ersetzt werden, vorausgesetzt, dass Gerät wird in dieser Zeit dauerhaft verwendet. Im Moment gibt es kein Anzeigesystem, das darüber informiert, dass die Patrone abgelaufen ist. Mit sauberem Wasser und Pflege laut Hersteller kann die Lebensdauer deutlich erhöht werden. Die Kosten hierfür belaufen sich um die 30€.

Die Bedienung per Touch Display mit Drehrad

Alle Einstellungen werden über das Drehrad und den Touchscreen des Displays auf der Oberseite des Würfels vorgenommen. Man wählt zwischen verschiedenen Farbtönen und Helligkeitsstufen für das integrierte Mood Light und passt die Einheit der Temperaturanzeige sowie die Stärke des Luftstroms an. Ebenso wird der Nachtmodus aktiviert oder die Warnung, wenn das Wasser leer ist. Der Nachtmodus schaltet das Mood Light aus und reduziert die Hintergrundbeleuchtung des Displays auf ein Minimum.