Weder Fleisch noch Fisch, SSHDs sind eine Mischung aus einer Festplatte und einer SSD. Im Jahr 2011 habe ich mir den Vorgänger die Momentus XT in mein MacBook Pro eingebaut und auch heute gibt es sie noch! Die Seagate FireCuda-Modelle vereinen die Vorteile schneller SSDs mit denen herkömmlicher Magnetspeicher-Festplatten. Sie bieten in bestimmten Situationen eine ähnlich hohe Leistung wie SSDs, können aber mit einer deutlich größeren Speichermenge bei gleichzeitig günstigerem Preis aufwarten.

Seagate ST2000DX002 HDD Fire Cuda SSHD Festplatte 2000GB
  • Ist 5x schneller als 7200 RPM Desktop-Laufwerke
  • Bootet mit Windows 8 in weniger als 10 Sekunden

Technisches zur FireCuda SSHD

FireCuda-Festplatten vereinen die aktuelle NAND-Flash-Technologie mit einer traditionellen Festplatte für eine kompakte Mischung aus großer Speicherkapazität und bis zu fünfmal höherer Geschwindigkeit als bei herkömmlichen Festplatten. Obendrein wird alles von einer 5-Jahres-Garantie abgedeckt.

Die FireCuda 2,5 Zoll besitzt eine Bauhöhe von nur 7 mm und bringt auf ihrem Magnetspeicher 2 TB Speicher unter, während der Flashspeicher 8 GB Daten speichern kann. Welche Daten wo innerhalb der SSHD abgespeichert werden, darüber entscheidet die Firmware. Daten, die häufig benötigt werden, wandern auf den Flashspeicher. Außerdem dient er als zusätzlicher Cache.

Die Leistungsaufnahme gibt Seagate mit sparsamen 1,7 bis 1,8 W an, im Leerlauf soll das 2,5-Zoll-Gerät sogar nur rund 0,5 W aus dem Netzteil ziehen. Welche Daten auf der SSD liegen, entscheidet die Firmware.

Der HardwareLUXX Lesertest

Alle Tester sind sich einig: An die Leistungswerte einer SSD kommt die Seagate FireCuda nicht heran, gegenüber einer einfachen HDD spielt sie jedoch ein paar Vorteile aus und bietet vor allem beim Booten von Windows oder dem Starten häufig genutzter Programme die höhere Performance. Der Grund: Häufig genutzte Daten lagert die Seagate FireCuda automatisch und unabhängig von der Plattform in einem 8 GB großen SSD-Cache aus.

Ein Grund, weswegen kelevra auch Performance-Vorteile in seiner PlayStation 4 (Pro) feststellen konnte. Die Ladezeiten nahmen je nach Spiel meist um 20 % ab, teilweise war sogar eine Einsparung von fast 50 % möglich. Der Startvorgang der Spielekonsole reduzierte sich gegenüber der Festplatten-Variante um rund fünf Sekunden und war bereits nach etwa 20 Sekunden geschafft.

Ralle86 stellt fest, dass die SSHD gegenüber einer älteren SSD wie seiner Samsung 830 keine Chance hat, dafür mit 2 TB aber natürlich deutlich mehr Speicher bietet. In seinen Tests war der Windows-Start nach etwa 66 Sekunden geschafft, mit seiner alten SSD allerdings schon noch etwas mehr als 23 Sekunden. Einen Performance-Vergleich mit einer Festplatte konnte er nicht anstellen, da er seit ca. zwei Jahren ausschließlich SSDs im Einsatz hat. In Sachen Lautstärke aber gibt er Entwarnung: Subjektiv gesehen bleibt die FireCuda leiser als andere Festplatten mit 7.200 RPM.

Angebot
Seagate ST2000LX001 FireCuda 2 TB interne Hybrid Festplatte (6,4 cm (2,5 Zoll) 64 MB Cache, Sata 6 Gb/s)
  • Startet bis zu 5x schneller als herkömmliche 7.200 U/min Festplatten
  • Fire Cuda kombiniert SSD mit HDD for konstante Performance und die Speicherkapazität, die Sie benötigen

Alle Testergebnisse bei HardwareLUXX

SSD & HDD statt SSHD?

Warum nicht eine SSD und eine HDD verbauen? Dennis hat es im Video erklärt: Nicht jeder ist dazu bereit seine Daten zwischen SSD und Festplatte aufzuteilen. Ebenfalls ist nicht in jeder Situation beides möglich, gerade bei den Spielekonsolen kommt eine SSD nicht in Frage.

Für mich sehr interessant zu wissen, auch im Jahr 2018 gibt es noch ausreichend Einsatzmöglichkeiten der FireCuda. Für meinen Teil damals vor vielen Jahren, war es im MacBook Pro 2009 ein echter Geschwindigkeitsvorteil.