Die Synology DiskStation DS1517+ kommt wie das größere Schwestermodell DS1817+ mit dem Intel Atom C2538 Prozessor und 2 GB RAM oder 8 GB RAM. Trotz der Atom C2000 CPU Problematik habe ich mich zum Kauf der DS1517+ entschieden. Warum so ein Vertrauen in Intel oder Synology und nicht ein Modell mit anderer CPU?

Intel Atom C2538

Synology nutzt den gleichen Prozessor, welcher schon im Vorgängermodell der DS1515+ zum Einsatz kam. Warum kein anderer Prozessor verbaut wurde, mag in der CPU-Spezifikation und der Leistung liegen. Dennoch bleibt es eine Vermutung, denn es kommt noch der CPU-Bug hinzu. Genau genommen hat Intel dazu Stellung bezogen. Das neue C0-Stepping für Intels Atom-Chips soll dafür sorgen, dass die Prozessoren im NAS-Dauerbetrieb nicht mehr ausfallen. Durch die C0-Revision wird das Erratum AVR54 (PDF findet sich hier) behoben.

Die Atom C2000 in der bisherigen B0-Revision können im Dauereinsatz, einen Defekt des LPC-Busses (Low Pin Count) erleiden, aufgrund dessen das System nicht mehr bootet. Auf der CeBIT 2017 habe ich Synology direkt nach dem Bug, den Gründen dafür und weshalb die CPU in den neuen Modellen zum Einsatz kommt interviewt. Kernaussage seitens Synology war, dass der Fehler in betroffenen DiskStations nur nach dauerhaftem Betrieb mit annähernd 100% CPU-Auslastung auftreten kann.

Auf Nachfrage bei der Synology GmbH in Düsseldorf gab es bis zur Veröffentlichung meines Artikels keine DiskStation in Deutschland, welche aufgrund des oben genannten Fehlers defekt eingeschickt wurde. Für mich steht an der Stelle wieder fest, Forenbeiträge oder ähnliches im Internet sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Ebenso die Aussage von Herstellern. Für meinen Teil steht fest:

Meine DS415+ läuft seit Erscheinen des Modells im 24/7-Betrieb mit 8 GB RAM und muss produktiv sehr viele Pakete ausführen. Dennoch kommt es nur bei sehr vielen von Smartphones hochgeladenen Bildern in die PhotoStation zu einer sehr hohen CPU-Auslastung, da Vorschaubilder generiert werden. Diese dauert aber nicht Wochen an und hat auch nach Jahren zu keinem Ausfall geführt.

Sollte trotz des Bugs in den neuen DiskStations dieser zu Ausfällen führen, wäre der Image-Schaden für Synology enorm.

Synology DS1517+(8GB) NAS Server 5 Bay
  • Quad-Core NAS mit 5 Einschüben, AES-NIUnterstützung, über 1.165 MB/s Lesen und 527 MB/s Schreiben1
  • PCIe-Steckplatz für optionale 10GbE-Erweiterungskarte. Vier 1GbE-(RJ-45)-Ports mit Failover- und Link Aggregation- Unterstützung.

Ausstattung

Die DiskStation DS1517+ ist ein NAS mit 5 Einschüben, ausgestattet mit einer Quad-Core-CPU mit AES-NI­ Hardware-Verschlüsselungsmodul. Mit vier 1GbE LAN-Ports ausgestattet, kann das Gerät mit einer 10GbE-Netzwerkkarte oder einer Dual M.2 SSD-Adapterkarte erweitert werden, um die Netzwerkbandbreite zu erhöhen oder mittels SSD-Cache die Leistung noch weiter zu steigern.

Der QuadCore 64-Bit Intel Atom C2538 taktet fest mit 2,4 GHz bei einer Verlustleistung (TDP) von 15 W. Zwei RAM-Module nimmt die DiskStation auf, es müssen stets zwei gleich große Arbeitsspeichermodule eingebaut werden. Bis zu 16 GB sind möglich, ab Werk kommt die DS1517+ wie das Schwestermodell DS1817+ mit 2 GB oder 8 GB RAM. Zu beachten ist, bei der 8 GB RAM-Variante sind 2 x 4GB installiert!

Synology DX517 Festplattengehäuse
Mit zwei optional möglichen Erweiterungseinheiten DX517, kann die Kapazität der DS1517+ oder DS1817+ erweitert werden.

Vier 1GbE LAN-Ports mit der Unterstützung für Link Aggregation/Ausfallsicherung stehen zur Verfügung. Vier USB 3.0 Anschlüsse, einer davon an der Vorderseite sind verbaut. Zusätzlich kommen zwei eSATA-Ports zum Einsatz, mit zwei optional möglichen Erweiterungseinheiten DX517, kann die Kapazität der DS1517+ oder DS1817+ erweitert werden.

Einsatzgebiet

Gerade wenn eine 10GbE-Netzwerkkarte zum Einsatz kommen soll, fällt die DS916+ aus dem Rennen. Von der Leistung sind beide Modelle, DS1517+ und DS916+ gleichauf, messbar wohl kaum auseinander. Zudem sind vier GbE-Ethernet Anschlüsse flexibler, auch wenn es um den Einsatz von Virtual DSM geht. Dedizierte LAN-Ports für virtuelle Maschinen oder Ausfallsicherheit dieser, da kommt auch eine DS916+ mit 8 GB RAM und zwei LAN-Ports nicht mit.

Synology E10G15-F1 10Gbps Netzwerkkarte
Kompatible Synology 10GbE-Netzwerkkarte für Hochgeschwindigkeitsverbindung über Glasfaser mit 10 G/Sek., 802.1Q VLAN-Tagging, und 802,3x-Flusskontrolle

Es bleibt der schmale Grad bei der Entscheidungsfindung, welche DiskStation in diesem Segment die Richtige ist. Wer viele Möglichkeiten der DS1517+ / DS1817+ nutzen möchte und die DS916+ zu eingeschränkt ist, sollte etwas warten. Mit sechs HDD Einschüben kommt die DS3018xs mit einem Dual Core 2,2 GHz Intel Xeon Prozessor und 8 GB RAM in der Grundausstattung noch 2017 auf den Markt. Möglich sind bei dieser DiskStation bis zu 32 GB RAM. Ebenfalls verbaut ein PCIe Slot mit Netzwerkkartensupport.

Ab 2017 meine Empfehlung für Festplatten in Synology DiskStation.