Seit 2012 setze ich die Synology Surveillance Station ein. Dabei waren günstige China-Kameras mit wenig Auflösung und keinerlei Einstellmöglichkeiten, bis hin zu modernen IP-Kameras mit sämtlichen technischen Möglichkeiten an der Surveillance Station am Werke. Doch ich bin stets offen für Neues und auch wenn man zufrieden ist, lohnt oftmals ein Blick auf den Markt, um seinen eigenen Blick zu schärfen und den Horizont zu erweitern. UniFi Protect hört sich einfach an und da mein UniFi Netzwerk höchste Zufriedenheit noch heute bietet, lag ein Test nahe. Drei Monate im Einsatz, ich war zufrieden. Wie sieht es jedoch nach einem halben Jahr Parallelbetrieb aus?

UniFi Protect

Wer nicht nur sein Netzwerk und die Geräte im Auge haben muss, sondern auch in der Familie weniger versierte Anwender hat weiß, Einfachheit und Zuverlässigkeit sind ein wichtiges Gut! So bleibt die Zufriedenheit bei Vater oder Schwiegervater, wenn das System genau das tut, was es soll. Wenn jedoch nicht, sind Hilferufe garantiert und wer selbst in der Lage war, weiß wovon ich rede. Deshalb hinterlassen Produkte, welche mit einfacher Installation, zuverlässiger Eigenschaften und breiter Funktionalität glänzen, bei mir großes Interesse. Genau in diese Kategorie fällt UniFi Protect.

Pro UniFi Protect

  • Leichte Inbetriebnahme auch ohne Kenntnisse
  • Geringer Anschaffungspreis für gebotene Qualität und Leistung
  • Keine Lizenzgebühren
  • Ausgezeichnete Bildqualität der Kameras
  • Stabiler und zuverlässiger Betrieb

Contra UniFi Protect

  • Rudimentärer Funktionsumfang
  • Bewegungserkennung auf Zeit- und Marktniveau anderer Systeme
  • Geschlossenes System, keine Erweiterung mit Fremdprodukten
UniFi Protect

Synology Surveillance Station

Über eine Kameraüberwachung habe ich mir 2012 keine konkreten Gedanken gemacht. Jedoch war der Reiz da, schließlich gab es ausreichend Überwachungsmöglichkeiten und Einbrüche waren in der Nachbarschaft bereits der Fall. Aus diesem Grund kam die Surveillance Station gerade recht! Kostenlos bei der Synology DiskStation mit dabei und auch vor acht Jahren bot diese alle Funktionen, die UniFi Protect heute hat. Knackpunkt waren die Kameras, ich war nicht bereit in Axis zu investieren, also wurden es kompatible und günstige No-Name Kameras aus China. Bis heute ist die Surveillance Station bei mir im Einsatz und jetzt auch mit UniFi Kameras, denn die lassen sich nämlich einfach integrieren.

Pro Surveillance Station

  • Bei jeder DiskStation kostenlos mit bis zu zwei Kameras dabei
  • Von der Grundeinrichtung einfach, sofern die Kameras kompatibel sind
  • Aussergewöhnlich hoher und professioneller Funktionsumfang
  • Kompatibel mit einer sehr hohen Anzahl von Produkten, nicht nur Kameras!
  • Unabhängiges System! Der Zugriff erfolgt verschlüsselt zur DiskStation respektive Surveillance Station

Contra Surveillance Station

  • Eine zusätzliche Kamera knapp 50€, 4er Pack um die 175€ Lizenzkosten
  • Aufgrund des beachtlichen Funktionsumfangs ist intensiveres Wissen und Zeit für die Einrichtung notwendig

Surveillance Station einrichten, Videoüberwachung für privat & Freiberufler & Selbständige

Die Synology Surveillance Station einrichten, über drei Stunden Lektionsvideos im Kurs für die private Anwendung, Freiberufler und Selbständige! Von der Bewegungserkennung, fehlendem Objekt, fremdes Objekt, keine Standzone zu Live-Ansicht, Warnungen und Benachrichtigungen. Mein ausführlicher Kurs für mehr Sicherheit mit der Kameraüberwachung von Synology!

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Fazit

Nach einiger Zeit lässt die Faszination für das einfache UniFi Protect System nach. Sicherlich, wer ausschließlich diese Funktionen nutzen möchte, ist damit absolut gut aufgehoben! Für meinen Teil jedoch vermisse ich die Funktionen, die ich bei der Surveillance Station inklusive habe. So sind die Aktionsregeln in Kombination mit einem fehlenden Objekt oder einem fremden Objekt manchmal sinnvoller, als eine simple Bewegungserkennung. Man könnte sagen, UniFi ist in den Kinderschuhen, während die Synology Surveillance Station ein umfassendes Produkt für fast jeden Anwendungsbereich ist.

Hier fängt es beim Privathaushalt an, die DiskStation ist schon da und zwei Kameras tun den Rest. Ein perfektes System! Weiter der Einsatz im Geschäft oder Großeinsatz. Hier ist der Aufbau von CMS Systemen genannt und verschiedenen Aufnahmeservern. Dazu die Überwachung in der leistungsfähigen Live Ansicht mit Warnungen, was kein UniFi System aktuell leistet.

Daher habe ich die UniFi Kameras in die Surveillance Station eingebunden und nutze diese auch weiter. Der Test war somit absolut sinnvoll für mich. Jedoch um die Frage zu beantworten: Die Aussenkameras sind geblieben und um zwei aktuelle Modelle von Reolink erweitert worden. Nun bin ich an die Grenze von 10 Kameras gestoßen, mehr Lizenzen habe ich aktuell nicht. Für mich ganz klar der Sieger, die Surveillance Station, die Vorteile überwiegen meiner Meinung nach.