Mit dem UniFi AP AC HD bringt Ubiquiti einen Enterprise 802.11ac Wave 2 mit 4×4 MU-MIMO Access Point auf den Markt. Bis zu 800 Mbps im 2,4 GHz Band und 1.722 Mbps im 5 GHz Band sind möglich. Der Schwerpunkt jedoch liegt darin vielen Benutzern gleichzeitig hohen Datendurchsatz und eine geringe Latenz zu bieten.

Im Unboxing bin ich genauer auf die äußeren Werte auch im Vergleich mit dem UAP-AC-PRO gegangen, aber lohnt sich für den Privatmann ein Upgrade?

Leistung

Für mich ist es mir weder im privaten noch im Small Business Umfeld möglich, die Anzahl von Geräten und Benutzern zu erreichen, um eine signifikante Auslastung des Geräts zu erreichen. Pure Leistungsmessung eines einzigen Clients mit iperf3 habe ich im Video gezeigt. Das dies jedoch wenig ausschlaggebend ist, hat der Vergleich zur FRITZ!Box 7490 offenbart.

Ubiquiti UniFi AP AC High Density
802.11ac Wave 2 Access Point mit 4x4 MU-MIMO und 800 Mbps im 2,4 GHz Band und 1.722 Mbps im 5 GHz Band

Trotz sehr guter Werte beim Datendurchsatz an einen einzigen Client, reichten bei mir zwei SMB-Kopiervorgänge, zwei UHD/4K-Streams und ein YouTube-Stream aus, um spürbare Wartezeiten zu erzeugen. Der unfaire Vergleich eines Consumer All-in-One-Geräts mit einem Enterprise Access Point soll vielmehr zeigen, wofür die UniFi AP AC gemacht sind.

Laut Hersteller kommt der UniFi AP AC HD mit einer dedizierten Hardwarebeschleunigung für die 2,4 GHz Bandeinheit und unabhängig davon für die 5 GHz Bandeinheit im Gerät. Damit soll im Enterprisebereich eine Vielzahl von Benutzern ein maximaler Durchsatz bei reduzierter Latenzzeit geboten werden. Ubiquiti spricht von theoretischen 500+ Benutzern, was meine Möglichkeiten von Tests weit überschreitet. Praktisch empfiehlt Ubiquiti jedoch maximal 250 Benutzer für den AP AC HD.

UniFi AP AC HD, lohnt das Upgrade vom Pro?

Meine Spezialisierung geht vom sehr ambitionierten Privatmann zu kleinen Büros, Heimarbeitsplätzen und kleinen Unternehmen. Bei Erfahrungswerten bis 50 Benutzer ist die Frage ob sich ein Upgrade lohnt sicher nur sehr einseitig betrachtet zu beantworten. Ich habe es in der Tat nicht geschafft unter Normalbedingungen einen UniFi AP AC Pro in die Knie zu zwingen. Jeder simulierte Stresstest wird spielend absolviert, was für mich einmal mehr unterstreicht, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Somit liegt auf der Hand, der wesentlich leistungsfähigere UniFi AP AC HD ist jeder dieser Anforderungen ebenfalls gewachsen. Lasse ich den Hersteller sprechen, so zeigen die Marketingangaben was der neue Access Point im Vergleich leistet.

Bild: © Ubiquiti Networks Inc., abgeändert

Klar sollte sein, dass es jeweils Maximalwerte sind. Dennoch wird aufgezeigt, was der neue UniFi AP AC HD leistet und wo die Prioritäten liegen.

Preis

Zwischen aktuell 350€ und 380€ wird der neue Access Point verkauft und damit sind viele Privatpersonen bereits raus. Das Limit ist weit überschritten und auch kleine Büros fragen sich, ob eine derartige Investition lohnt.

Hier lohnt klar der Blick auf den Markt, was kosten denn wahre Access Points mit derartiger Leistung im Business Umfeld? Cisco, Aruba by Hewlett-Packard, Avaya, Extreme Networks und Ruckus haben vergleichbare Access Points im Angebot, kosten jedoch deutlich mehr als das Ubiquiti Pendant.

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Das UniFi Netzwerk einrichten von A-Z, für privat und den geschäftlichen Einsatz. Dabei kommen auch spezielle Eigenschaften der Dream Machine zum Einsatz, als auch einem ordinären UniFi Netzwerk mit Access Points und Switch. Der Aufbau ist zunächst für alle Einsatzzwecke gleich und weitere Kapitel sind hierbei optional. Ob 802.1X und MAC basierte Anwendung mit dynamischer VLAN Zuordnung zum Einsatz kommt oder nicht, kann jeder selbst entscheiden. Zusätzlich zeige ich, wie man ein eigenes Kameranetzwerk mit einer Synology DiskStation und dediziertem LAN-Port realisiert und den Kameras den Internetzugriff verwehrt. Ebenfalls wird ein Netzwerk für die Forschung und Entwicklung als Beispiel angelegt, welches von anderen VLANs komplett abgeschottet ist, dennoch aber Internetzugriff hat. Weiter ein drahtloses Netzwerk, bei dem man sich mit Benutzernamen und Kennwort der Synology DiskStation (lokal, LDAP oder Domäne) anmeldet, statt einem Schlüssel.

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